Mein Ausgangspunkt ist immer das vollbrachte Erlösungswerk und damit verbunden, dass ich eine neue Schöpfung bin, mit einem neuen Herzen und einem neuen Geist. Das wurde uns ja bereits zu Zeiten des alten Bundes versprochen (Hesekiel 36/37)
Dort steht: „…und ICH werde machen, dass ihr in meinen Satzungen wandelt…“
Es geht also klar nicht mehr nur um den Stand in Christus, also, dass er mich zur Gerechtigkeit gemacht hat, alle Sünden vergeben sind und ich neu bin, sondern um den Wandel, der auf Grundlage des Standes hervorkommt, also meine Handlungen.
Doch hier haben wir ein Problem:
Die meisten Christen sind sich ihres Standes nicht bewusst und versuchen nun trotzdem, in einer Art Sünder-Bewusstsein, also letztendlich Verlierer-Mentalität Gottes „Gebote“ zu befolgen. Das wird unweigerlich scheitern.
Z.B.:
Jemand lebt in irgendeiner Form (noch?!) nicht in der gottgeschenkten Fülle, so hätten wir dies früher als ein „Leben in Sünde“ bezeichnet. Denn „in Sünde zu leben“ heißt nichts anderes, als an Gottes Ziel für uns vorbei zu leben.
Nun glaube ich absolut, dass Gottes Liebe alle Menschen heilen will und kann! Und zwar ALLEIN die Liebe wird das schaffen, was kein GE-bot, GE-setz oder VER-bot je geschafft haben!!
Und wenn dann die Menschen „heile“ sind, werden sie nicht mehr so leben KÖNNEN wie früher!
Es kommt ein ganz anderer Lebensstil VON INNEN hervor!
Verstehst Du den Ansatz?
Wir Christen wollen oft schnell die Frucht sehen, aber haben nicht dieselbe Geduld und Liebe wie Gott sie hat.
Wohl kaum mit dem Nächsten, aber schon gar nicht mit uns selbst ![]()
Klar heißt er nicht alles gut, was wir tun, aber dafür gibt es ja Vergebung. Aber wenn wir seine Liebe wirklich kennenlernen, dann fängt die Veränderung INNEN an und wirkt sich ganz sicher als Handlung nach Aussen aus!
Andersherum wird es nicht lange halten, egal wie diszipliniert man ist.
Ein peinliches Beispiel aus meinem Leben:
Ich hatte Jahre mit „Sünde“ zu kämpfen. Ich wusste, dass Gott „das“ nicht toll findet und so kam immer mehr Verdamnis in mein Leben. Ich bin „das“ nie losgeworden, habe mich ein paar Wochen beherrschen können „es“ nicht zu tun, aber dann war´s wieder da…
Erst als ich richtig heftig von Gottes Liebe erwischt wurde (und wenn man sie erlebt, dann ist das viel krasser als wir denken, denn es verändert alles) ist alles weggeflogen. Plötzlich war es nicht mehr da. Einfach weg, wogegen ich mit Seelsorge und allem Möglichen angekämpft habe.
Als ich innerlich erfüllt wurde (und ich habe auch vorher schon oft Gottes Liebe erlebt) war ich tatsächlich frei.
Das ist mein Ausgangspunkt!
Sagte nicht Jesus: Ein NEUES Gebot gebe ich euch: Liebt Gott und Euern Nächsten wie Euch selbst.
Das ist das Gebot der BEDINGUNGSLOSEN Liebe!
Nur wer sich auch geliebt weiß OHNE Bedingung, der wird nachhaltig verändert.
Gestern noch sprach mich eine Frau an, die Rat suchte wegen einer Glaubensschwester, die einige Probleme hat. Ich spürte sofort so eine starke Liebe für sie, will sie die Tage mal treffen und meinte, dass Gott es nur zweitrangig interessiert, was sie TUT.
Er liebt SIE, als Person, nicht ihre Handlung und will ihr seine Liebe zeigen, und dann wird das Schlechte automatisch alles aufhören!
Die Menschen spüren, ob wir sagen, dass wir sie lieben und es dann aber doch schön fänden sie wären anders oder ob sie wirklich ohne Bedingung geliebt sind.
Wer sich der Tatsache dieser Liebe bewusst ist wird wirklich verändert!
Dann sind wir in dem neuen Leben Gottes zu Hause – angekommen – nicht nur mal zu Besuch!
